Cathrinesminde Ziegelei an der Flensburger Fjord
Cathrinesminde Ziegelei an der Flensburger Fjord

Broager und Sundeved

Willkommen zu den historischen und naturschönen Gebiete von Broagerland und Sundeved.

Das auf einer Halbinsel gelegene Broager ist vom Gendarmenpfad umgeben und bietet eine tolle Aussicht auf die Flensburger Förde. Auf der Ostseite der Halbinsel liegt Stensigmose Klint (Steilküste), die für ihre Fossilien bekannt ist. 

Der majestätische Doppelturm der Broager Kirche ragt weit über die Dächer des Ortes empor. Deshalb diente er früher als Orientierung für Seefahrer. Die weiß gekalkte Kirche wurde im 13. Jahrhundert aus Mönchstein gebaut und besitzt Apsis, Chor und Schiff im romanischen Stil. Im 15. Jh. wurde sie um eine spätgotische Sakristei, ein Kreuzgewölbe und die Zwillingstürme erweitert. Die Kirche ist bekannt für ihre vielen Kalkmalereien und hat Dänemarks größtes Glockenhaus.

Erleben Sie die Geschichte der Ziegeleien im Museum Cathrinesminde. Die völlig restaurierte Ziegelei stammt aus dem Jahr 1732 und war bis 1969 in Betrieb. Das heutige Museum liegt in herrlicher Natur direkt an der Flensburger Förde. Folgen Sie dem Ziegelei-Pfad am Wasser entlang und entdecken Sie die Spuren von nicht weniger als acht Ziegeleien. 

Eine fantastische Aussicht haben Sie vom Wall Smøl Vold. Die Wallanlage liegt 46 m über dem Meeresspiegel und von dort aus blickt man auf Nybøl Nor, Teile der Flensburger Förde und auf die Kirche von Broager.

Schöne Badestrände finden Sie bei Vemmingbund und Kragesand an der südlichen Spitze des Gebietes Broagerland.

Das Sandbjerg Gut zählt zu den schönsten Palais Sønderjyllands. Es wurde 1788 errichtet und diente während des Krieges 1864 als preußisches Hauptquartier und Feldlazarett. Eine zentrale Rolle spielte die Schlossuhr, als sie am 29. Juni 1864 um 2 Uhr nachts das Signal zum Übersetzen auf Als gab. Heute werden auf dem Gut Kurse der Universität von Aarhus abgehalten.

Die Route Nydamstien führt Sie am Wasser entlang durch den schönen Wald Sottrup Storskov, wo die entscheidende Schlacht im Krieg von 1864 eingeleitet wurde. Hier im Wald gibt es immer noch Spuren von ausgegrabenen Kanonenstellungen, sowie man immer noch Schleifspuren in der Böschung finden kann, wo die Preußen ihre Boote für die Überfahrt nach Als zu Wasser ließen. Die Tour führt weiter vorbei am Gut zum Nydam-Moor. 

Waffenfunde im Nydam-Moor zeugen von Kämpfen der früheren Bewohner gegen Eindringlinge. Beim Torfstechen im Moor stieß man auf Holzbohlen. Während der Ausgrabung 1863 fand man nicht nur große Mengen Pfeil- und Lanzenspitzen, sondern auch 3 Boote von ca. 310 n. Chr.
Beim Ersten handelte es sich um Reste eines Eichenholzbootes und beim Zweiten um ein Boot aus Fichtenholz, das im Krieg von 1864 verloren ging. Das Dritte ist heute als „Nydamboot" bekannt und auf Schloss Gottorp in Schleswig ausgestellt. Das Moor selbst sieht heute aus wie vor den Ausgrabungen. Die Nydambådens Laug (Zunft) fertigt derzeit eine originalgetreue Kopie des Nydambootes an – und das ganz ohne Zuhilfenahme moderner Technik. In mühsamer Handarbeit wird Eichenholz verarbeitet, angepasst und zu einem Klinkerboot von 23 m Länge zusammengenagelt. Der Stapellauf des Schiffes findet am 17. August 2013 statt – am 150ten Jahrestag der Aufzeichnung im Ausgrabungsprotokolls des Archäologen Conrad Engelhard: „in der Mitte der Grube stießen wir auf die Mitte eines großen Ruderbootes aus Eiche." Sie können die Arbeiten in der Nydam-Bootswerft selbst mit verfolgen.

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