Nordborg Leuchtturm

Licht entlang der Küsten

In der Sønderborg Kommune gibt es 11 Leuchttürme, die zum größten Teil aus der Zeit unter deutscher Herrschaft stammen.

1905 beschloss die deutsche Marine die Ostseeflotte von Kiel zu den neuen Marinestationen in Flensburg und Sonderborg zu verlegen. Der Bau der vielen Leuchttürme kann deshalb eventuell in diesem Zusammenhang gesehen werden. Die Leuchttürme halfen den Schiffen in den schwierigen Fahrgewässern um Als zu navigieren. Eine Rolle die heute hauptsächlich von Satelliten gesteuerten GPS übernommen wurde.

Ein guter Weg die vielen Leuchttürme der Region zu erleben, ist ironischerweise auf eine Geocaching Tour zu gehen und die GPS zu benutzen, die im großen Umfang die Rolle der Leuchttürme übernommen haben. Geocaching ist eine moderne Schatzjagd, wo man mit Hilfe von GPS kleine Schätze versteckt in der Landschaft finden soll.

Leuchtturm Kegnæs
Der erste Leuchtturm auf Kegnæs wurde 1845 gebaut und ist der Einzige im Gebiet der gebaut wurde, bevor das Gebiet unter deutsche Herrschaft im Jahr 1864 kam. Nach dem Krieg wurde der ursprüngliche Leuchtturm abgerissen und ein neuer erbaut. Die ursprüngliche Leuchtturmwärterwohnung konnte erhalten werden. 1920 kam das Gebiet wieder in dänische Hände bis zur deutschen Besetzung im Jahr 1940. Während des Krieges wurde der Leuchtturm von deutschen Soldaten bewacht und nur eingeschaltet, wenn deutsche Schiffe passieren sollten. Der Leuchtturm von Kegnæs ist in den Sommermonaten für die Öffentlichkeit geöffnet und von dem 18 m hohen Turm aus kann man die Aussicht nach u.a. Æro, dem Broagerland, Deutschland und den Inseln von Südfünen genießen.

Leuchtturm Taksensand
Taksensand ist ein anderer markanter Leuchtturm des Gebiets. Der Leuchtturm wurde 1905 erbaut und war ursprünglich 32m hoch. 1953 wurde der Leuchtturm auf die jetzigen 19 m verkürzt. Der Leuchtturm ist an der Strandkante platziert und sein roher Feldsteinsockel ergibt ein schönes Zusammenspiel mit dem steinigen Strand.

Leuchtturm Nordborg
Der Leuchtturm wurde 1904 in der Periode unter deutscher Herrschaft erbaut. Er ist ein Leuchtturm mit Leitfeuer. 1920, in Verbindung mit dem Ende des 1. Weltkrieges, wurde er von Dänemark übernommen. 1927 hatte der Leuchtturm einen festen Linsenapparat, einen Glühstrumpf für Petroleum und Jalousien für das Blinken des Leuchtturms. Die alte Dienstwohnung kann heute als Schullandheim Fyret gebucht werden.

Leuchtturm Tranerodde
Der Leuchtturm wurde 1906 gebaut, in einer Periode wo Südjütland zu Deutschland gehörte. Im Juli 1920 wurde er von den deutschen Behörden übernommen. Der Eisenturm ist 10 m hoch.

Leuchtturm Gammel Pøl
Der Leuchtturm wurde 1906 in der Periode unter deutscher Herrschaft erbaut. Heute ist er ein Leuchtturm mit Leitfeuer, begann aber als Leuchtturm mit Fahrrinnenfeuer.

Leuchtturm Sottrupskov
Der Leuchtturm ist sehr klein und hilft bei der Navigation durch den Als Sund. Er existiert seit 1930 und erscheint fast in seiner ursprünglichen Form.

Vorderer Leuchtturm Skodsbøl
Der Leuchtturm wurde 1896 erbaut, aber im Jahre 1976 modernisiert.

Vorderer Leuchtturm Lågemade
Der Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1896 und war ursprünglich eine Linseneinrichtung mit einem Spiritusbrenner. Im Jahr 1925 wurde er elektrisiert und der Spiritusbrenner wurde durch eine Glühlampe ersetzt. Der Leuchtturm dient als Fahrrinnenfeuer zusammen mit dem Lågemade Bagfyr (hinterer Turm). Dieser war zu Beginn nur eine Lampe die auf einen Gittermast montiert worden war. Er liegt ca. 700 m ins Land hinein. Der ursprüngliche Gittermast war 16 m hoch und sendete weißes Licht aus mit Hilfe eines Linsenapparates und einem Brenner mit Glühstrumpf für Spiritus. Der heutige Gittermast ist 21 m hoch und zeigt rotes Licht an.

Vorderer Leuchtturm Rinkenæs
Wie viele der anderen Leuchttürme, ist der Rinkenæs Forfyr aus dem Jahre 1896. Zu Beginn war eine Linseneinrichtung und Spiritusbrenner montiert, 1921 wurde diese mit einer Aceton-Gas-Lampe ausgewechselt. Der Leuchtturm hat sowohl Fahrrinnenfeuer als auch Leitfeuer. Der Bagfyr (der hintere Turm) liegt ca. 1 km im Land und ist ein 7 m hoher Gittermast.

Vorderer Leuchtturm Ballebro
Der Ballebro Leuchtturm, aus dem Jahr 1904, hatte ursprünglich eine Linseneinrichtung und einen Spiritusbrenner. Im Jahr nach der Übernahme wurde dieser mit einer Aceton-Gas-Lampe ausgewechselt.

Teilen Sie diese Seite