Havnbjerg Muhle auf der Insel Als im Sønderborg-Gebiet

Mühlen

Foto: VisitSønderborg

Im Gebiet von Sonderborg gibt es viele schöne Mühlen, die oftmals geschichtliche Bedeutung haben. Besuchen Sie die Mühlen und genießen Sie gleichzeitig die schöne Natur.

Die Nutzung von Wind- und Wasserenergie gehört zu der ältesten Form von Industrie auf der Welt und heute ist die Nutzung von erneuerbarer Energie immer noch von großer Bedeutung.

Die ersten Mühlen wurden mit Wasserkraft betrieben. Leider bedeutete ein sinkender Wasserstand in Bächen und Flüssen, dass die kleineren Wassermühlen schließen mussten, während man bei einem Teil der großen Mühlen wählte eine Windmühle zu bauen, um den Mühlenbetrieb bei Trockenheit ergänzen zu können. Eine Anlage mit Wasser- und Windmühle sehen Sie noch heute an der letzten der ursprünglich 10 Wassermühlen auf der Insel Als - Vibæk.

Brandgefahr
Die Mühlen wurden überwiegend aus Holz gebaut, sodass ein Brand eine der größten Bedrohungen war. Wenn Aussicht auf Sturm bestand musste der Müller dafür sorgen die Flügel festzubinden, sodass die Mühle nicht überlastet wurde.

Der Müller der Hedemølle, die bei Mommark lag, schaffte es 1913 nicht rechtzeitig die Flügel festzubinden. Er musste nach den Bauern mit all ihrem Korn schicken lassen, damit die Mühle nicht heiß lief und in Brand geriet. Es dauerte 3 Tage bevor der Wind abnahm und die Mühle angehalten werden konnte.

Mühlenzwang und Steuer
Der Bau einer Mühle war eine teure Angelegenheit und es war deshalb oft die Krone oder der Herzog der den Bau finanzierte. Später wurde die Mühle an einen Müller verpachtet.

Der Mühle wurde ein Einkommen durch Mühlenzwang gesichert, d.h. die Bauern mussten ihr Korn an eine bestimmte Mühle liefern.

Die Bauern bezahlten eine Abgabe in Form von Mehl an den Müller. Diese nannte man Mühlen-Zoll. Der Müller bezahlte Mühlensteuer an das Lehn oder die Krone.