Das Nationalsymbol der dänischen Tapferkeit

Blutige Landsleute und Kanoneneinschläge gehören in Sønderborg zum Alltag. Viele der tödlichen Schlachten im Krieg von 1864 finden direkt vor der Haustür statt, da das Schlachtfeld oben auf Dybbøl Banke liegt und die Dybbøl Mühle in der Mitte steht. Von der Insel Als aus können die Bürger der Stadt Sønderborg die Dybbøl Mühle sehen. Sie gibt ihnen die Willenskraft die Schrecken des Krieges zu ertragen.

Oben auf Dybbøl Banke liegen die dänischen Schanzen zwischen dem Schlachtfeld und dem Sund, welcher die Stadt abschirmt – aber die Preußen haben Kanonen mit einem geriffelten Rohr!

Wenn Sie heute bei der Dybbøl Mühle stehen und auf grünes Gras und üppige Getreidefelder schauen, enthüllen nur die Überreste der Schanzen die blutige Vergangenheit. Zum Glück wurde im 19. Jahrhundert eine Technik entdeckt, die es ermöglichte die Zeit festzuhalten – die Fotografie! 

Dybbøl Banke bei Sønderborg nach dem Krieg in 1864

Das Foto der Schanze 6 nach dem Sturm auf Dybbøl Banke am 18. April 1864.

Auf dem Broagerland bei der Gammelmark Steilküste haben die Preußen Kanonen aufgestellt, die über die Bucht bei Vemmingbund schießen und die dänischen Schanzen treffen können. Die preußischen Kanonen sind die neuesten auf dem Markt und das geriffelte Rohr bedeutet, dass sie eine größere Reichweite haben und dies erfahren die Bürger von Sønderborg am 2. und 3. April 1864.  

Hören Sie mehr darüber auf der Stadtwanderung mit Guide „1864- Eine Stadt in Ruinen”, die im Sommer stattfindet.

Das Foto des südlichen Teils der Stadt Sønderborg nach dem Bombardement am 2. und 3. April 1864. Im Hintergrund sieht man das Schloss Sønderborg.

Es läuft nicht gut. Die Bürger von Sønderborg sind nach wie vor willensstark. Solange die Dybbøl Mühle steht, tun sie es auch!

Grundgemauert und trotzig ragt sie auf der Anhöhe empor, als gäbe sie eine Erklärung ab kein zweites Mal in Trümmern zu liegen - ein Symbol für Sieg und Sicherheit für uns alle. Bertha Hahn – 15 Jahre im Jahr 1864

Am Sonntag den 10. April 1864 rammt eine Granate die Dybbøl Mühle und die gesamte Mühlenhaube stürzt herunter. Nur 8 Tage später führt die preußische Armee einen Sturmangriff durch und Dybbøl Banke ist verloren. Nur der schmale Sund und die Pontonbrücke bewahren Sønderborg davor von dem Feind eingenommen zu werden – erst einmal.   

Dybbøl Mühle bei Sønderborg nach dem Krieg in 1864

Foto der zerstörten Dybbøl Mühle, aufgenommen nach dem Sturm auf Dybbøl Banke.

Dänemark verliert schließlich den Krieg und die Grenzen des Landes werden nach Norden zum Kongeå (Fluß) verschoben, der zwischen Ribe und Kolding quer durch Jütland verläuft. Die Dybbøl Mühle, die bisher ein Symbol der dänischen Beharrlichkeit ist, ändert ihren Status in das nationale Symbol für Tapferkeit.

Heute sind die Dybbøl Mühle und die alten Mühlengebäude als Museum eingerichtet, wo Sie u.a. mehr über die Mühle selbst und ihren Betrieb sowie über Dybbøl als Gedenkstätte für dänische und deutsche Nachkommen erfahren können.   

Heute liegt die Dybbøl Mühle in einem schönen grünen Gebiet auf Dybbøl Banke – hier mit der Stadt Sønderborg im Hintergrund.

Lesen Sie mehr über die Museen und die 1864-Stadtwanderung

Dybbøl Mühle - das Museum
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"Eine Stadt in Ruinen" - eine 1864 Stadtwanderung
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Geschichtszentrum Dybbøl Banke
1864 - Geschichtszentrum Dybbøl Banke - die Kanone wird abgefeuert
Schloss Sønderborg
Das Schloss Sønderborg spiegelt sich im Als Sund