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Nybøl Mühle

Die Nybøl Mühle ist nicht nur schön und gepflegt, sie ist auch Zeugin eines schrecklichen Unfalls, ist ein Symbol des dänischen Sieges im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg und wurde 1864 als Hauptquartier der Preußen genutzt.

Seit dem 17. Jahrhundert steht an dieser Stelle eine Mühle. Ursprünglich war es eine Bockwindmühle, die 1879 im Stil einer holländischen Windmühle wiederaufgebaut wurde. Es ist die gut erhaltene Nybøl Mühle, die man von der Autobahn 8 aus sehen kann.

Es gibt Aufzeichnungen über alle Müller, die bis ins Jahr 1649 zurückreichen. Einer von ihnen war Peter Asmussen Møller, der die Mühle von 1679 bis zur Übernahme durch seinen Schwiegersohn nach einem Unfall im Jahr 1702 besaß.

Eine Mühle in Betrieb ist sicherlich nicht ungefährlich. Bei so mancher Mühle findet man Berichte über Unfälle. Am 1. März 1702 hatte der Müllergeselle der Nybøl Mühle das Pech, von einem Mühlrad erfasst und durch die Anlage gezogen zu werden – Karsten Christensen aus Avnbøl starb im Alter von 25 Jahren.

Während des Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieges, auch Dreijähriger Krieg genannt (1848-50), fand die letzte große Schlacht bei Nybøl statt, wo der preußische General Hugh Halkett seine 7.000 Mann und Artillerie in einer starken Verteidigungsstellung reorganisiert hatte gegen das Vordringen dänischer Truppen. Bei der Nybøl Mühle kam es zu einem erbitterten Gefecht, aber dank des Flankenangriffs von General Schleppegrell, mussten die preußischen Truppen aufgeben und den Rückzug über Adsbøl und Gråsten antreten.

Der Krieg im Jahr 1864 brachte erneut preußische Truppen zur Nybøl Mühle. Diesmal diente sie als Hauptquartier der 12. Brigade von General von Roeder, bestehend aus dem 4. Brandenburgischen Infanterie-Regiment Nr. 24 und dem 8. Brandenburgischen Infanterie-Regiment Nr. 64. Am 29. Juni 1864, um 2 Uhr nachts stand Roeders 12. Brigade im Sottrupskov bereit und überquerte als erste den Als Sund und begann den Kampf um Als.

1879 brach in der alten Bockwindmühle ein Feuer aus und es wurde beschlossen, sie als Holländerwindmühle wieder aufzubauen. Die Nybøl Mühle war bis 1957 in Betrieb, aber erst 1998 wurde die Mühle unter Denkmalschutz gestellt. In diesem Zusammenhang wurde die Mühle gestrichen und erhielt ein neues Dach und neue Flügel. Außerdem wurden im Seitengebäude neue Tore eingesetzt, das Gebäude wurde versteift und bekam ein neues Dach - alles mit Mitteln von der dänischen Naturbehörde, Skov- og Naturstyrelsen, und dem Fonds Augustinusfonden.

Heute gehört die Nybøl Mühle Jette und Hans Christian Lind, die die Mühle gerne für Besucher öffnen, wenn sie zu Hause sind.

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